Autor: Elisabeth Thobe

PHOTOCREO Michael Bednarek/Shutterstock.com
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Nur noch kurz die Welt retten

Was ist Journalismus eigentlich heute noch? Hält er den Menschen den Spiegel vor – oder allzu oft den Zerrspiegel? Macht das „Getöse der Medien“, wie es viele Menschen empfinden, heute noch Sinn? Elisabeth Thobe hat diesen Fragen auf sehr persönliche Weise nachgespürt. Ihr Text ist eine Selbstvergewisserung darüber, was den Journalismus heute eigentlich noch ausmacht – und wie Journalisten der grassierenden Kritik an ihrem Berufsstand begegnen sollten. Ihr Text ist ein Auszug aus dem Buch „Meinung, Macht, Manipulation – Journalismus auf dem Prüfstand“,  das von Michael Steinbrecher und Günther Rager herausgegeben wurde und im Westend-Verlag erschienen ist. Angst hat für mich die Form einer Roulade. Verstehen Sie mich nicht falsch; ich bin weder radikale Vegetarierin, noch erschüttern mich die Konsequenzen eines guten Essens auf der Waage. Sie ist auch kein Ausdruck eines schweren Kindheitstraumas. Die Roulade ist für mich – und das ganz ohne eigenes Verschulden – zu einem Symbol geworden für den Moment, in dem sich ein Teil meines Weltbilds änderte. Und ich etwas erkannte, das ich bis dato nicht hatte sehen können. Oder …