Autor: Anna Palm und Jil Frangenberg

„Nicht jeder kann Snapchat-Journalist sein“

Der Journalist Mark Heywinkel betreut den Snapchatauftritt bei Bild, ab März 2018 ist er stellvertretender Redaktionsleiter bei ze.tt. Als Snapchat-Journalist  nimmt er die Follower mit dem Account hellobild zu Events oder in den Redaktionsalltag mit. Auf Snapchat Discover, dem Nachrichtenportal der App, bereiten er und sein Team journalistische Inhalte auf. Wir haben mit ihm über Snapchat-Vorurteile und Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken gesprochen – und darüber, welche Fähigkeiten ein Snapchat-Journalist haben muss. Von Anna Palm und Jil Frangenberg Wirst du von älteren Kollegen für deine Arbeit mit Snapchat belächelt? Heywinkel: Nein, tatsächlich nicht, und das ist auch der Grund, warum ich zu Bild gegangen bin. Ich finde, dass bei Springer alles Digitale wahnsinnig ernst genommen wird. Ich arbeite in dem Team „Neue Plattformen/Social Media“, das ist eine wahnsinnig junge Gruppe aus etwa 20 Leuten, dazu gehören auch die Kollegen, die Facebook und Twitter betreuen. Alle werden ernst genommen und niemand wird belächelt. Auch ich nicht für Snapchat. Das hätten wir nicht gedacht.  Ist Snapchat denn eine wirkliche Konkurrenz für deine Kollegen? Das kommt ganz drauf an, welche …