Autor: Ricarda Dieckmann

Welche Farbe darf es sein? Algorithmen berechnen unseren Geschmack erstaunlich gut. Foto: Stephanie Frey/shutterstock.com
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Geschmack ist berechenbar

Streamingdienste haben die Musikbranche kräftig umgekrempelt. Durch die überall verfügbaren riesigen Musikkataloge hat sich aber nicht nur die Art, wie wir Musik hören, verändert. Auch neue Musik lernen wir nicht mehr unbedingt durch Freunde und Werbung kennen. Stattdessen verwöhnen uns Spotify, Deezer und Co. mit maßgeschneiderten Playlists ganz nach unserem Geschmack. Stephan Baumann erklärt im Interview, wie die Algorithmen im Hintergrund arbeiten. Er forscht über Musik am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Von Ricarda Dieckmann und Tobias Lawatzki Herr Baumann, welchen Reiz hat ein selbst zusammengestelltes Mixtape noch für Sie, wenn Sie auch eine automatisch generierte Playlist ganz nach Ihrem Geschmack haben können? Ich bin selbst Musiker, lege zurzeit auch wieder auf und spiele in einem Trio live. Wie man Musik wahrnimmt und was das mit einem auch emotional machen kann, sehe ich immer aus der Perspektive des Musikmachens und des Konsumierens. Mein plakativer Spruch dabei ist immer, „Musik findet im Kopf statt“.  Es gibt zwar objektive Beschreibungskriterien für die Musik. Was das aber mit jedem Einzelnen macht, kann ganz unterschiedlich sein. Können Sie dafür …